Wir sind Paten! Aktion Mensch in Pirna



Wir sind Paten - nicht nur wir, sondern die christlichen Gemeinden der Stadt Pirna
sind Paten für Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.
Die Aktion für Menschenrechte -Mensch Pirna- geht noch bis Januar und verteilt in der Stadt finden sich Bodenaufkleber zu den jeweiligen Artikeln der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Unser Artikel ist vor dem Portal der Marienkirche.
Die Bilder sind von der Einweihung des Bodenaufklebers.

Website MENSCH PIRNA HIER KLICKEN


wir haben dazu folgende Pressemitteilung erarbeitet: 
Vielen Dank an Daniel Gräßer und Johannes Scheel

Artikel 18: Gedanken-, Gewissens-, Religionsfreiheit

Jeder hat das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit;
dieses Recht schließt die Freiheit ein, seine Religion oder Überzeugung
zu wechseln, sowie die Freiheit, seine Religion oder Weltanschauung
allein oder in Gemeinschaft mit anderen, öffentlich oder privat durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Kulthandlungen zu bekennen.

Wir, die christlichen Gemeinden der Stadt Pirna, übernehmen die Patenschaft für den Artikel 18 der allgemeinen Menschenrechte, der jedem Menschen das Recht auf die Freiheit der Gedanken, des Gewissens und der Religionsausübung zusagt. 

Schon immer beanspruchten Christen diese Freiheit für sich und ihren Glauben. Das diese Freiheit ein Grundrecht aller Menschen ist, haben auch wir Christen erst spät zu verstehen und zu leben begonnen. Heute wollen wir gemeinsam bekennen, dass Freiheit auch die Freiheit des Andersdenkenden ist. 

Die Freiheit eigener Gedanken, eigener Gewissensentscheidungen schließt auch die Freiheit ein, ganz anderes oder gar nicht zu glauben. Jeder Mensch hat auch das Recht in seinen Überzeugungen zu wachsen, zu neuen und anderen Überzeugungen zu kommen und sein Leben entsprechend allein oder mit anderen zu gestalten und wenn nötig auch seine Religion, Konfession oder Weltanschauung zu wechseln.

Niemand darf genötigt werden, seine wahren Gedanken, seine Überzeugungen und seinen Glauben zu verbergen oder wegen dieser mit Angriffen, Benachteiligung oder Ausgrenzung befürchten zu müssen. In eher homogenen Gesellschaften kann das auch heute noch herausfordernd sein. Aber Freiheit ist nicht teilbar. 

Auch in unserer zunehmend pluralen Gesellschaft kann dieses Recht gefährdet sein. Etwa durch die Forderung, sie sei nur im privaten Bereich auszuüben oder dürfe nicht öffentlich gezeigt werden, etwa durch ein Kopftuch oder religiöses Symbol. 

Solange diese Freiheit der Gedanken, des Gewissens und der Ausübung der Religion nicht andere Menschen bedroht, schädigt oder in ihren Freiheitsrechten beschneidet, darf sie auf den Schutz des Staates rechnen, der diesen Artikel unterzeichnet hat und der Gesellschaft die auf diesen Werten fußt. 

Glaubens- Gewissens- und Religionsfreiheit sind ein hohes und schützenswertes Gut.

Dafür wollen auch die christlichen Gemeinden der Stadt Pirna einstehen, wie auch für alle anderen Menschenrechte.



Thomas Möckel von SZ Pirna schreibt folgendes: 




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