Gedanken zu Ostern 2020



G E D A N K E N  Z U  O S T E R N 

Liebe Geschwister,
Wir befinden uns in der Karwoche. Letzten Sonntag erinnerten wir uns an den Einzug Jesu nach Jerusalem. Jetzt liegen Gründonnerstag und Karfreitag vor uns. Wir denken ans Abendmahl und den Kreuzestod. Gerade das Abendmahl führt uns die Absurdität der gegenwärtigen Situation vor Augen. Ein Mahl zur Erinnerung und Begegnung mit Gott und anderen Christen. Das, was gerade nicht mehr möglich scheint. Zumindest nicht in der Vertrautheit mit aller Liturgie und rituellen Gesängen. Verbunden sind wir schon: Mit Gott ohnehin und mit den anderen Christen im Gebet, z.B. am Mittwoch, wenn ganz Deutschland von 17:00 -18:30 Uhr gemeinsam betet www.deutschlandbetetgemeinsam.de. Interessanterweise redet Jesus in der Zeit zwischen Einzug in Jerusalem und der Gefangennahme sehr viel darüber, wie es sein wird allein zu sein. Ein Gefühl, dass wir gerade sehr gut kennen. Auch Jesus scheint es zu verstehen, denn er versichert den Jüngern immer wieder, dass er ihre Traurigkeit und Einsamkeit versteht. Trotzdem hat er auch eine Gute Nachricht für sie dabei: „Aber ich will euch die Wahrheit sagen: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden.“ (Joh 16,7) Denn: „Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.“ (Joh 14,26) Gerade in dieser schwierigen Zeit, verspricht Jesus ihnen den Heiligen Geist. Wie gut, dass wir den schon haben. Den Tröster und Erinnerer, den Mutmacher und Begeisterer. Jesus spricht: „Auch ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen und eure Freude soll niemand von euch nehmen.“ (Joh 16,22) „In der Welt habt ihr Angst, doch ich habe die Welt überwunden.“ (Joh 16,33). Das feiern wir zu Ostern: Jesus, der entgegen aller Einsamkeit und aller Angst der Welt stärker ist, stärker war und stärker sein wird.

Eine gesegnete Karwoche
Gemeinschaftspastor Johannes Berchner


Kommentare